Viel Interesse beim Schnittkurs für Spindelbäume

Am vergangenen Samstag hat der OGV Beutelsbach erstmalig einen Schnittkurs für Spindelbäume mit Theorie und anschließender Praxis im Schaugarten in den Banwiesenäckern abgehalten, da der Anbau von Obstbäumen als Spindel im Hausgarten immer Beliebter wird. Das Rückgrat dieser Baumform bildet ein zentraler, senkrecht verlaufender Stamm inklusiv der Stammverlängerung. Dabei ordnen sich (fast so wie bei einem Tannenbaum) alle abgehende Leitäste um diesen Stamm waagrecht an, die unmittelbar als fruchttragende Äste dienen. Sind die Äste/Triebe nicht waagrecht, so werden Sie wie auch im 2. Pflanzjahr entweder waagrecht gebunden und überhaupt nicht geschnitten oder wenn sie zu steil stehen, ganz entfernt. Hat der Baum die gewünschte Endhöhe erreicht (ca. 2-2,5m), wird die Stammverlängerung auf einen tieferen sitzenden Seitentrieb mit flachem Astabgangswinkel zurückgeschnitten „abgeleitet“, ebenso wird mit zu langen Seitentrieben verfahren, auch diese werden bei Bedarf nach unten abgeleitet oder ab dem 3. Jahr komplett durch einen neuen Trieb ausgetauscht. Alle senkrechten Triebe im oberen Kronensystem werden vollständig entfernt. Der Baum wird in einer pyramidalen Form gehalten, damit das Licht optimal von oben durch die Krone eindringen kann. Die Spindelerziehung ist die am leichtesten zu erlernender Form der Kronenerziehung. Voraussetzung für den Erfolg ist, dass die Bäume auf einer speziellen Unterlage mit schwachem Wuchs veredelt sind und gut mit Wasser sowie Nährstoffen versorgt sind.

 


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